Worte in Gedichten

 – Worte in Gedichten und Zitaten –

STEHEN, im Schatten
des Wundmals in der Luft.
Für niemand- und – nichts – Stehn.
Unerkannt,
für dich
allein.
Mit allem, was darin Raum hat,
auch ohne Sprache.
Paul Celan


Kaum zu verbergen, ich mag die Gedichte von P. Celan und die tiefsinnigen Gedanken aus den Büchern von Christa Wolf. Auch noch viele andere, es bleibt ja noch Platz hier.
Ich stelle diese Gedanken auch gerne mal neben ein Bild von mir und schaue gespannt. Meine Bilder habe ich im Kopf, sie sind keine Worte und ich beschreibe sie auch nicht selbst.


„Wie soll man es sich versagen, wenigstens im Geiste an jene Orte zurückkehren, die, jetzt verödet, einst jenen sehr flüchtigen Stoff zu binden wussten, für den Glück ein Verlegenheitsname ist.“
Christa Wolf


An den langen Tischen der Zeit
zechen die Krüge Gottes.
Sie trinken die Augen der Sehenden leer und die Augen der Blinden,
die Herzen der waltenden Schatten,
die hohle Wange des Abends.
Sie sind die gewaltigen Zecher:
sie führen das Leere zum Mund wie das Volle
und schäumen nicht über wie du oder ich.
Paul Celan


„In die Erinnerung drängt sich die Gegenwart ein, und der heutige Tag ist schon der letzte Tag der Vergangenheit“.
Christa Wolf


Nicht an meinen Lippen suche deinen Mund
nicht vorm Tor den Fremdling
nicht im Aug die Träne.

Sieben Nächte höher wandert Rot zu Rot,
sieben Herzen tiefer pocht die Hand ans Tor,
sieben Rosen später rauscht der Brunnen.
Paul Celan

 

Ein Kommentar auch kommentieren

  1. Angela sagt:

    Ich bin gerade -ohne Worte- und staune nur, wie dicht Worte an deinen Bildern sind- oder wie ich sie in den Bildern wieder finde…. oder die Bilder davon erzählen ….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.